Posttraumatische Belastungsstörung und anderen Traumafolgestörungen: Behandlungsmethoden im Vergleich, Update 2026

 

Die Ausgangssituation

Auch hinsichtlich der Behandlung von Traumafolgestörungen wird der Psycho-Markt überschwemmt von einer schier unüberschaubaren Anzahl mehr oder weniger verheißungsvoller Hilfsangebote. Oft wird auf positive Erfahrungen verwiesen oder auf ermutigende empirische Befunde und manche können als Wirksamkeitsbelege auch sogenannte randomisierte Studien (RCTs - "randomized controlled trials") ins Treffen führen. Auch nach solchen lassen sich für viele Behandlungsmethoden statistisch signifikante positive Effekte belegen, sowohl für eher herkömmliche Verfahren wie die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) als auch für recht kurios anmutende wie etwa eine „Mantram Repetition Practice“ (Bormann et al., 2014) oder eine Aktivitätsgruppe Angeln (Wheeler et al., 2020). Hinsichtlich der Beurteilung von Studienergebnissen wird allerdings häufig vergessen, dass sich signifikante Effekte auch rein zufällig ergeben können und in Vorher-Nachher-Vergleichen oder in Vergleichen mit passiven Kontrollbedingungen wie Wartegruppen oder "Treatment as Usual" (TAU) auch als einfache Placeboeffekte (vergleiche Klingler, 2025). So wären verlässlichere und gültigere Ergebnisse eher aus einer Zusammenschau von mehreren Studien zu erwarten, insbesondere von solchen, welche anspruchsvolleren methodischen Kriterien genügen.

Der bisher umfangreichste Review zur Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) mit einer Einbeziehung von 193 randomisierten Vergleichsstudien ist 2018 von Forman-Hoffman et al. publiziert worden. Mit hoher "Strength of Evidence" konnte nur die Wirksamkeit von traumafokussierter kognitiver Verhaltenstherapie und gemischten kognitiv-verhaltenstherapeutischen Verfahren beurteilt werden, mit einer moderaten Evidenz jene der kognitiven Therapien, des "Eye Movement Desensitization and Reprocessing" (EMDR) und der narrativen Exposition (NET) und von pharmakologischen Behandlungen mit Fluoxetin, Paroxetin und Venlafaxin. Auch nach weiteren umfangreichen Metaanalysen zeigten sich die günstigsten Behandlungsergebnisse bei Anwendung von kognitiver Verhaltenstherapie und EMDR, und zwar gleichermaßen bei Erwachsenen (Lewis et al., 2020; Mavranezouli, Megnin-Viggars, Daly, Dias, Welton, et al., 2020) als auch bei Kindern (Mavranezouli, Megnin-Viggars, Daly, Dias, Stockton, et al., 2020).

Kaum Vergleichsstudien liegen zur Behandlung der komplexen posttraumatischen Belastungsstörung vor. Coventry et al. (2020) untersuchten 94 randomisierte Vergleichsstudien zur Behandlung von Personen mit komplexen Traumatisierungen, 51 davon unter Anwendung von psychologischen Behandlungen. Dabei wurden Studien mit Veteranen, mit sonstigen Kriegstraumatisierungen, Flüchtlingen, Opfern von sexuellem Missbrauch und häuslicher Gewalt einbezogen, mit Personen also, bei denen in der Regel Mehrfachtraumatisierungen bestehen, bei denen aber nicht geprüft worden war, ob eine formale Diagnose einer komplexen PTBS gegeben ist. Aber auch hier kamen die Autoren zu den Schlussfolgerungen, dass pharmakologische Interventionen weniger effizient sind als psychologische und die effizientesten Interventionen eine imaginative Exposition und ein kognitives Restrukturieren beinhalten.

Wie kaum anders zu erwarten, fallen bei Vergleichen mit aktiven Kontrollbehandlungen die zumeist als Effektstärken beschriebenen Wirksamkeitsunterschiede geringer aus als bei Vergleichen mit passiven Kontrollen, wie etwa Wartegruppen oder TAU (Morina et al., 2021). Direkte Vergleiche zwischen aktiven Behandlungen werden allgemein seltener publiziert, vermutlich wohl, weil sie aufwändiger in der Durchführung sind und nicht so leicht die immer noch so begehrten statistischen Signifikanzen liefern. Nochmals weniger Studien liegen über Vergleiche von Behandlungen vor, deren Durchführung bei beiden als "bona fide", also mit gutem Glauben an deren Wirksamkeit, angenommen werden kann. Naturgemäß wären dabei, da ja beide als sinnvoll erachtet werden, auch nur eher geringfügige Unterschiede zu erwarten. Sie stellen allerdings insofern die fairste und sinnvollste Form von Behandlungsvergleichen dar, als hier am wenigsten eine Verzerrung der Ergebnisse durch unterschiedliche Erwartungen oder durch eine bewusste oder unbewusste Bevorzugung einer Behandlung durch eine einseitige "Researcher-Allegiance" angenommen werden kann. Auch über bona-fide durchgeführte Behandlungsvergleiche liegen einige Metaanalysen vor, so etwa zur Psychotherapie von Traumafolgen von Tran & Gregor (2016) oder Klingler (2025). Nach 24 von Tran & Gregor einbezogenen Vergleichen zur Behandlung der PTBS zeigte sich zwar eine statistisch signifikante Überlegenheit der traumafokussierten gegenüber den gegenwartsfokussierten Behandlungen, welche aber von ihrem Ausmaß her nach Beurteilung der Autoren weit unter der Schwelle einer klinischen Bedeutsamkeit lag. Tran und Gregor hatten dabei allerdings auch Gruppenbehandlungen einbezogen, ein Setting, das für traumafokussierende Methoden (vergleiche Watts et al., 2013; Resick et al., 2017) als weniger geeignet zu erachten wäre. 

 

Zusammenfassung der Vergleichsstudien bis 2024

Von Klingler (2025) wurden in die Analysen insgesamt 123 bis einschließlich des Jahres 2024 publizierte Studien einbezogen, mit 149 Vergleichen von als bona fide einzustufenden Behandlungen von Traumafolgestörungen. Unter diesen fand sich allerdings nur eine sehr geringe Anzahl an Vergleichsstudien für die so weit verbreiteten und gelehrten Methoden aus dem Kreis der analytischen, humanistischen und systemischen Verfahren, sodass über diese keine sinnvollen weiterführenden Analysen möglich waren. Allerdings konnten 63 als bona fide einzustufende andere Vergleiche von gegenwartsfokussierten (GFT) mit traumafokussierten Behandlungsmethoden (TFT) identifiziert werden, wobei als TFT die traumafokussierten kognitiv-verhaltenstherapeutischen Verfahren und das EMDR zusammengefasst wurden und als GFT gegenwartsfokussierte kognitiv-verhaltenstherapeutische Verfahren, Entspannungsverfahren und kombinierte Verfahren. 45 dieser 63 Vergleiche betrafen die Behandlungen eines Vollbildes einer PTBS, davon 42 bei Erwachsenen und 41 im Einzelsetting.

 Die methodische Qualität dieser Arbeiten wurde nach den folgenden Kriterien beurteilt:

1) Vergleichbarer Aufwand der verglichenen Maßnahmen, sodass nicht unmittelbar erkennbar ist, von welcher die deutlicheren Wirkungen zu erwarten wären,
2) vergleichbare Qualität der Maßnahmen, mit einer vergleichbaren Ausbildung der Durchführenden und einer geprüften Qualität der Durchführung,
3) ausreichende Unabhängigkeit von der durchführenden Person, mit mehr als einem Behandler oder einer Behandlerin pro Behandlungsgruppe,
4) ausreichende Dokumentation von Abbrechern,
5) vergleichbare Ausgangswerte und andere prognostische Variablen, mindestens 7 geprüft und geringere Unterschiede als mit p<0,05,
6) Vergleichbarkeit hinsichtlich der Erfolgserwartungen (Credibility), geprüft durch ein Verfahren entsprechend Borkowetz und Nau (1972),
7) verblindetes Assessment von abhängigen Variablen/Zielvariablen,
8) keinerlei Hinweise auf eine hinsichtlich der verglichenen Maßnahmen ungleich verteilte Researcher-Allegiance innerhalb des Autorinnen- und Autorenteams, wobei als Kriterium für eine entsprechende Allegiance das gemäß dem Literaturverzeichnis der Arbeit gegebene Vorhandensein entsprechender Autorenschaften für Lehrbücher oder Manuale festgelegt wurde.

Durchgeführt wurde die metaanalytische Auswertung, soweit diese verfügbar waren, sowohl mit den Daten von allen Personen, welche die Behandlung begonnen haben ("intent to treat" - "ITT"), mit einer Verwendung derer letzten verfügbaren Werte (LOCF = "Last Observation Carried Forwards" oder rechnerisch ermittelter Schätzwerte) oder nur mit den Daten jener Personen, welche zum Abschluss einer planmäßig durchgeführten Behandlung vorhanden waren ("Observed Cases" - OC).
Während allgemein die Unterschiede als eher geringfügig einzustufen sind, werden sie bei einer Einschränkung der Auswertung a) auf die methodisch am besten zu bewertenden Vergleichsstudien mit b) einer Behandlung im Einzelsetting und c) bei einer "observed cases"-Auswertung sehr viel deutlicher. Hier wurden Vorteile der traumafokussierten Behandlungen für die PTBS-Symptomausprägungen im Ausmaß von 0,18 (zum Behandlungsabschluss - post) und 0,33 (im Follow-up - FU) Effektstärken bei Fremdbeurteilungsverfahren und von 0,35 (post) und 0,24 (FU) bei Selbstbeurteilungsverfahren ausgewiesen und nur etwa halb so viele verbliebene PTBS-Diagnosen nach der Behandlung (vergleiche Klingler, 2025).

 

Ergänzende Auswertung der Vergleichsstudien bis 2024

    Der letztgenannte Befund über die verminderten PTBS-Zahlen nach traumafokussierter Behandlung wurde abgeleitet aus jenen zwei Vergleichen von Taylor et al. (2003) und einem von Ehlers et al. (2023) zu den geprüften Variablen PTBS-Diagnosen post und FU bei OC-Auswertung, für welche unter allen verfügbaren Vergleichen die höchsten Methodenscores zu vergeben waren. Aber die Ergebnisse aus lediglich zwei Studien könnten eventuell als nicht ausreichend verlässlich angesehen werden. Aus diesem Grund wurden nun in einer ergänzenden Auswertung der Pool der einzubeziehenden Vergleiche mit jenen erweitert, welche zumindest 7 der 8 Qualitätskriterien erfüllen. Eine Kurzzusammenfassung dieser damit 8 zu nutzenden Vergleiche mit den von den jeweiligen Autoren angegebenen Ergebnissen kann wie folgt geboten werden:

Marks et al., 1998/1 - Erwachsene mit PTBS (Abbrecher, PTBS/post/OC):
    Kognitives Restrukturieren (n=19) versus
    kognitives Restrukturieren + Prolongierte Exposition (n=24),
        Qualitätskriterien 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8 erfüllt,
            keine Unterschiede.

Marks et al., 1998/2 - Erwachsene mit PTBS (Abbrecher, PTBS/post/OC):
    Entspannung (n=21) versus
    kognitives Restrukturieren + Prolongierte Exposition (n=24),
        Qualitätskriterien 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8 erfüllt,
            kognitives Restrukturieren + Prolongierte Exposition günstiger.

Blanchard et al., 2003 - Erwachsene mit PTBS (Abbrecher, PTBS/post/OC):
    supportive Therapie (n=36) versus
    traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie (n=37),
        Qualitätskriterien 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8 erfüllt,
            traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie günstiger.

Taylor et al., 2003/1 - Erwachsene mit PTBS (Abbrecher, PTBS/post/OC, PTBS/FU/OC):
    Entspannung (n=19) versus
    EMDR (n=19),
        Qualitätskriterien 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 erfüllt,
            keine Unterschiede.

Taylor et al., 2003/2 - Erwachsene mit PTBS (Abbrecher, PTBS/post/OC, PTBS/FU/OC):
    Entspannung (n=19) versus
    Prolongierte Exposition (n=22),
        Qualitätskriterien 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 erfüllt,
            Exposition günstiger.

Sannibale et al., 2013 - Erwachsene mit Alkoholmissbrauch, überwiegend mit PTBS
                                        (Abbrecher, PTBS/post/OC):
    Verhaltenstherapie für Alkoholmissbrauch mit unterstützender Beratung (n=29) versus
    Verhaltenstherapie für Alkoholmissbrauch
             mit traumafokussierter kognitiver Verhaltenstherapie (n=33),
        Qualitätskriterien 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8 erfüllt,
            Verhaltenstherapie für Alkoholmissbrauch
                 mit traumafokussierter kognitiver Verhaltenstherapie günstiger.

Thorp et al., 2019 - Erwachsene mit PTBS (Abbrecher):
    Entspannung (n=44) versus
    Prolongierte Exposition (n=39),
        Qualitätskriterien 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8 erfüllt,
            keine Unterschiede.

Ehlers et al., 2023 - Erwachsene mit PTBS (Abbrecher, PTBS/post/OC, PTBS/FU/OC):
    traumafokussierte kognitive Therapie (n=107) versus
    Stressmanagement bei PTBS (n=105),
        Qualitätskriterien 1, 2, 3, 4, 6, 7, 8 (Ehlers zwar Proponentin der Cognitive Therapy,
                aber Entwicklerinnen des Stressmanagement als Koautorinnen),
            traumafokussierte kognitive Therapie günstiger. 

Auch damit ergeben sich recht deutliche Vorteile für die traumafokussierten Verfahren:

GFT: 54 Abbrecher von 320 Randomisierten nach 8 Vergleichen (16,9 %),

    73 PTBS-Diagnosen von 196 beobachteten bei 229 randomisierten Fällen
        nach 7 Vergleichen unter post (31,9% der Randomisierten, 37,2% der Beobachteten),
    41 PTBS-Diagnosen von 124 beobachteten bei 153 randomisierten Fällen
        nach 4 Vergleichen unter FU (26,8% der Randomisierten, 33,1% der Beobachteten).
 
TFT: 71 Abbrecher von 358 Randomisierten nach 8 Vergleichen (19,8%),
    52 PTBS-Diagnosen von 214 beobachteten bei 266 randomisieren Fällen
        nach 7 Vergleichen unter post (19,5% der Randomisierten, 24,3% der Beobachteten),
    30 PTBS-Diagnosen von 148 beobachteten bei 181 randomisierten Fällen
        nach 4 Vergleichen unter FU (16,6% der Randomisierten, 20,3% der Beobachteten). 
 
 Die sich wie folgt veranschaulichen lassen: 



Die nach Auswertung der methodisch besten Vergleiche nach gegenwartsfokussierten (GFT) und traumafokussierten (TFT) Therapieverfahren vorliegenden PTBS-Diagnosehäufigkeiten bei OC-Auswertung zu den Zeitpunkten „post“ und „FU“.


Vergleichsstudien 2025

Auch hinsichtlich der Behandlung von Traumafolgestörungen ist die Anzahl publizierter Forschungsarbeiten weiter im Ansteigen begriffen, womit vor allem auf eine Vermehrung qualitativ hochwertiger Studien gehofft werden könnte. Aus diesem Grunde wurde eine weitere PubMed-Recherche durchgeführt, wie bei Klingler (2025) mit den Stichwörtern „traumatic“, „stress“, „disorder“, „psychotherapy“ und dem Kriterium „randomized trial“. Diese hat mit Stichtag vom 27.03.2026 insgesamt 119 Treffer mit im Jahre 2025 dokumentierten Publikationen ergeben. Da auf direkte, methodisch hochwertige und bona fide durchgeführte Vergleiche zwischen verschiedenen Behandlungsmethoden abgezielt wurde, musste wieder eine erhebliche Zahl von Arbeiten aus der weiteren Auswertung ausgeschlossen werden, insgesamt 114 sukzessive (ohne Prüfung etwaiger zusätzlicher Ausschließungsgründe) aus den folgenden Gründen:

 28 Arbeiten wurden ausgeschlossen, weil sie keine randomisierten Vergleichsstudien sind und somit keine Aussagen über die Behandlungseffekte im Vergleich erlauben. Hierzu kann als ein Beispiel die Arbeit von Kline, Otis, Norman et al. (2025) angeführt werden, in der in einer ergänzenden Analyse zu einem randomisierten Behandlungsvergleich die allgemeinen Auswirkungen prognostischer Variablen untersucht wurden.

1 Arbeit wurde ausgeschlossen mit sekundär durchgeführten Subgruppenvergleichen. Das betrifft die Studie von Reyes et al. (2025), in der nach allgemeinen Behandlungs-Wartegruppen-Vergleichen die unterschiedlichen Daten von dunkel- und hellhäutigen Untersuchten präsentiert wurden. Ausgeschlossen wurden solche Arbeiten, weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass eine nachträgliche Auswahl von Subgruppen in Abhängigkeit von den vorliegenden Ergebnissen erfolgt.

1 Ausschluss ist erfolgt, weil lediglich ein Vergleich von unterschiedlichen Behandlungssettings durchgeführt wurde. Der von Rizzi et al. (2025) durchgeführte Vergleich von Behandlungsergebnissen bei persönlicher „face-to-face“ mit einer Online-Durchführung kann lediglich Aufschlüsse über die Effekte des Settings, nicht aber von spezifischen Behandlungselementen ergeben.

26 Ausschlüsse wurden vorgenommen, weil keine Traumafolgestörungen behandelt wurden, eine der verglichenen Behandlungen nicht auf Traumabewältigung abgezielt hat beziehungsweise kein Trauma oder keine Traumasymptome gemäß DSM oder ICD dokumentiert wurden. Beispielsweise wurden von Baer et al. (2026) die Zusammenhänge zwischen Suizidgedanken und Alkoholentzugscraving bei gemischten Diagnosen von PTBS und Alkoholabhängigkeit untersucht, aber ohne Symptome von Traumafolgestörungen zu erfassen. Oder in Reanalysen von früheren Arbeiten wurden von Crespo et al. (2025) nur Abbrecherdaten und von Daniëls et al. (2025) nur Schema-Modus-Daten geboten.

48 Studien wurden ausgeschlossen, weil nicht bei beiden verglichenen Behandlungen eine Durchführung im guten Glauben (bona fide) an deren Wirksamkeit anzunehmen ist, so etwa bei Vergleichen mit Wartegruppen, „TAU“, mit Behandlungen, die mit deutlich geringerem Aufwand betrieben wurden, mit Behandlungen, die als „Kontrollen“ deklariert wurden, oder von denen mit expliziten Hypothesen eine geringere Wirksamkeit angenommen wurde. Bei solchen Studien kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Ergebnisse lediglich Placebo-, Erwartungs- oder Allegianceeffekte spiegeln. Beispielsweise wurde bei Acar et al. (2025) wie bei zahlreichen anderen Studien eine Behandlung mit TAU verglichen, eine Vergleichsbehandlung, von der anzunehmen ist, dass sie häufig mit weniger Erfolgserwartungen verbunden ist.

9 Ausschlüsse erfolgten, weil keine Variation psychotherapeutischer Variablen, kein Vergleich mit einer psychotherapeutischen Behandlung erfolgt ist, wie beispielsweise bei reinen Medikament-Placebo-Vergleichen oder auch wie etwa bei der Studie von Back et al. (2025), in der wohl alle Behandelten die gleiche psychotherapeutische Basisbehandlung erhielten und unter dieser ein Medikament mit einem Placebo verglichen wurde, womit allerdings keine Aussage über die Wirksamkeit der Psychotherapie möglich ist.

Damit verblieben lediglich 6 Arbeiten für eine weitere Auswertung. Ihre methodische Qualität wurde nach den schon früher (Klingler, 2025) verwendeten und hier beschriebenen Kriterien 1 bis 8 beurteilt. Eine Kurzzusammenfassung dieser Arbeiten mit den von den Autorinnen ausgewiesenen Ergebnissen kann wie folgt gegeben werden:  

Giannini et al., 2025 - Erwachsene mit PTBS und Opioid-Abhängigkeit unter Medikation:
    prolongierte Exposition (PE, n=27) versus
    prolongierte Exposition mit finanzieller Belohnung für Sitzungsteilnahme (PE+, n=28),
        Qualitätskriterien 1, 5, 8 erfüllt,
            „PE and PE+ participants achieved comparable reductions on all symptom clusters“ (aber unter                 PE+ konnten mehr Sitzungen durchgeführt werden).

Lindgren et al., 2025 - Erwachsene mit einem traumatisierenden Ereignis und erhöhten PTBS-                                                         Symptomwerten:
    traumafokussierte online-Behandlung mit Textnachrichten „loss framing“/“simple reminder“ (n=83)         versus
    traumafokussierte online-Behandlung mit Textnachrichten „gain framing“/“simple reminder“ (n=85)         versus
    traumafokussierte online-Behandlung mit Textnachrichten „loss framing“/“growth mindset“ (n=84)         versus
    traumafokussierte online-Behandlung mit Textnachrichten „gain framing“/“growth mindset“ (n=86)
        Qualitätskriterien 1, 4, 8 erfüllt,
            beste Ergebnisse unter „loss framing“ and „growth mindset“.

Lortye et al., 2025 - Erwachsene mit PTBS und Substanzmissbrauch unter Standard                                                                     Substanzmissbrauchsbehandlung:
    EMDR (n=50) versus
    prolongierte Exposition (n=53) versus
    Imagery Rescripting (n=55),
        Qualitätskriterien 1, 2, 3, 4, 7, 8 (wegen Koautor Arntz fraglich für Imagery Rescripting) erfüllt,                 nur Unterschiede zur Behandlung der Substance-Use-Disorder geprüft, diese alle positiv.
 

McLean et al., 2025 - Veteranen mit PTBS-Symptomen:
    „self directed mobile-delivered Mantra Repetition training“ (n=19) versus
    „mobile Mantra Repetition training with additional text message support“ (n=19),
        Qualitätskriterien 1, 4 erfüllt,
            „No significant differences were found between the self-directed and supported groups“ (nur                     zusammengefasste completerdaten mit n=28 und keine Vergleiche berichtet).

Snoek et al., 2025 - Erwachsene mit PTBS und mindestens 4 Symptomen einer Borderline-Störung:         EMDR (n=63) versus
     EMDR plus Dialektische Verhaltenstherapie (n=61),
        Qualitätskriterien 1 (EMDR kürzer), 2, 3, 4, 5, 7, 8 erfüllt,
            EMDR ohne Dialektische Verhaltenstherapie günstiger.

Gros et al., 2026 - Veteranen mit PTSD:
    transdiagnostische Verhaltenstherapie im Gruppensetting mit Expositionsübungen (TBT, n=37)            versus kognitive Therapie im Gruppensetting ohne Expositionsübungen (CPT, n=29),
        Qualitätskriterien 1, 2, 3, 5, 7, 8 (Autor Gros mit zahlreichen Arbeiten zur transdiagnostischen                     Verhaltenstherapie, aber ohne einer Autorenschaft für ein Lehrbuch oder ein Manual) erfüllt,
            „The comparison .. was ... indicating that TBT can be considered non‐inferior to CPT“.

Unter diesen wenigen Vergleichen von Behandlungen, von denen eine bona fide Durchführung anzunehmen ist, findet sich wieder keine, welche einer der so weit verbreiteten und gelehrten Methoden aus dem Kreis der analytischen, humanistischen oder systemischen Verfahren zuzurechnen wäre. Es dominieren die traumafokussierten Verfahren der kognitiven Verhaltenstherapie und des EMDR, welche zum Teil als Ergänzung oder mit Ergänzung von anderen Interventionen untersucht wurden. Bei Substanzmissbrauch scheinen die traumafokussierten Verfahren des EMDR, der prolongierten Exposition und des Imagery Rescripting gleichwertig (Lortye et al., 2025), ebenso wie auch eine prolongierte Exposition und diese Exposition ergänzt mit einem finanziellen Anreiz (Giannini et al., 2025). Scheint auch nicht ganz überraschend, dass durch einen finanziellen Anreiz eher die Teilnahme an der Behandlung als deren Erfolg gefördert wird. Spezifische Instruktionen zeigen im Rahmen von traumafokussierten Online-Interventionen spezifische Wirkungen (Lindgren et al., 2025). Nicht immer aber bedeuten mehr Behandlungsinhalte auch bessere Effekte, wie durch Snoek et al. (2025) bei PTBS mit Borderlinesymptomen nahegelegt wird. Dass im Gruppensetting traumafokussierte Verfahren weniger günstige Effekte haben, ist durch die Arbeit von Gros et al. (2026) nicht bestätigt worden. Hier zeigten sich gleichwertige Ergebnisse bei einer transdiagnostischen Behandlung mit Expositionselementen im Vergleich zu einer kognitiven Therapie ohne Exposition.

All diese Ergebnisse bedürften allerdings noch einer Replikation und einiger Ergänzungen und können einstweilen vornehmlich als Grundlage für Folgestudien dienen. Umfassendere Vergleiche zwischen verschiedenen Methoden und Behandlungsprinzipien würden sehr viel mehr hochwertige Studien erfordern und scheinen deshalb vornehmlich für Vergleiche zwischen den traumafokussierten und gegenwartsfokussierten Methoden möglich. Die Arbeit von Gros et al. (2026) könnte diesbezüglich wohl für den Vergleich zwischen den trauma- und den gegenwartsfokussierten Methoden genützt werden, bietet allerdings keine metaanalytisch verwertbare Daten. Die 2025 publizierten direkten Vergleiche vollwertiger Behandlungen bieten damit keine Möglichkeit einer Ergänzung oder gar Modifikation der bisher vorliegenden Ergebnisse, weshalb eine Überlegenheit der traumafokussierten gegenüber den gegenwartsfokussierten Methoden (Klingler, 2025) nach wie vor als aktuell und gültig angenommen werden muss.


Diskussion und Schlussfolgerungen

Allgemein wird die Psychotherapieforschung nach wie vor dominiert von Vergleichen mit Wartegruppen, „treatment as usual“ und anderen Kontrollbedingungen, von denen wenig Wirksamkeit zu erwarten ist („intent to fail“), denen oft auch ein Placebo überlegen wäre (vergleiche Khan et al., 2012). Solche Vergleiche können vielleicht für erste Feasibility-Informationen von Wert sein, keinesfalls aber als brauchbare Wegweiser für therapeutische Entscheidungen. Hinsichtlich der für das Wohl der Klientinnen und Klienten unverzichtbaren Wirksamkeitsvergleiche wären von jenen die gültigsten und verlässlichsten Ergebnisse zu erwarten, in denen die mit gutem Glauben an deren Wirksamkeit - bona fide - durchgeführten Behandlungen bei vergleichbaren und durch Zufall auf diese Behandlungen zugewiesenen Personen durchgeführt wurden. Doch solche Vergleiche sind auch in der psychotraumatologischen Forschung eher in der Minderzahl. Überraschenderweise fehlen sie auch fast vollständig für die so weit verbreiteten und gelehrten Therapiemethoden aus dem Kreis der analytischen, humanistischen und systemischen Verfahren, über deren Nutzen im Vergleich zu anderen Methoden somit keine seriösen Aussagen gemacht werden können. Unklar bleibt, ob hier für das Fehlen von Daten eher ein Mangel an einem entsprechenden Forschungsinteresse verantwortlich ist oder mehr ein mangelndes Interesse an der Publikation etwaiger Ergebnisse.

Für allgemeine Vergleiche zwischen traumafokussierten und gegenwartsfokussierten Methoden liegen allerdings genug Ergebnisse vor, vorwiegend zwischen traumafokussierten kognitiv-verhaltenstherapeutischen Verfahren und dem EMDR einerseits und gegenwartsfokussierten kognitiv-verhaltenstherapeutischen Verfahren, Entspannungsverfahren und kombinierten Verfahren andererseits. Nicht alle, aber nicht wenige der gegenwartsfokussierten Verfahren können auch als bona fide eingestuft werden, da wegen des eher belastenden Charakters der traumafokussierenden Methoden ernsthaft nach Alternativen gesucht wird beziehungsweise wurde. Hier haben sich allgemein nur eher geringfügige Vorzüge der traumafokussierten Verfahren gezeigt, welche vor allem im Gruppensetting mit höheren Abbrecherraten verbunden sind, wobei sich allerdings deutlichere Vorzüge mit höheren Erfolgsraten vor allem bei den methodisch am besten zu bewertenden Vergleichen im Einzelsetting und bei Personen zeigen, welche die Behandlung komplett absolviert haben („observed cases“).

Die so nach der Methode der besten Vergleiche gewonnenen Ergebnisse bis einschließlich 2024 erfahren durch die hier recherchierten Arbeiten aus dem Jahr 2025 keine Modifikation oder Ergänzung. Auch sind keinerlei Ergebnisse bekannt, die zeigen könnten, dass die Vorteile der traumafokussierten Behandlungsverfahren bei PTBS bei den verwandten Traumafolgestörungen der akuten Belastungsstörung und der komplexen posttraumatischen Belastungsstörung nicht bestehen. Auch nach einem neuesten Review über die bestehenden Metaanalysen (Kip et al., 2025) müssen die traumafokussierten Verfahren der kognitiven Verhaltenstherapie und des EMDR als die wirksamsten angesehen werden. Nach wie vor gilt jedoch für die traumafokussierten Methoden, dass sie emotional sehr belastend sein können (vergleiche Haugen et al., 2025), weshalb sie nicht nur von Betroffenen, sondern zum Teil wohl auch von Therapeutinnen und Therapeuten gemieden werden. Doch gerade die mit den „observed cases“ belegten Ergebnisse legen nahe, dass es mit einem erheblichen Gewinn verbunden sein kann, so eine Behandlung auch durchzuziehen, anstatt sie nur ein wenig zu „probieren“. Und weil die traumatherapeutische Versorgung nicht überall ideal ist, könnte nach wie vor manchmal eine evidenzbasierte traumafokussierte Selbsthilfe (z. B. Klingler, 2023) von Nutzen sein.


Zusammenfassung

Regelmäßig werden Vorteile der sogenannten traumafokussierten psychotherapeutischen Behandlungsverfahren zur Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörung und anderer Traumafolgestörungen belegt. Das gilt auch für Vergleiche von als vollwertig erachteten Behandlungsverfahren, welche mit gutem Glauben an deren Wirksamkeit - bona fide - durchgeführt werden. Hier sind wohl allgemein nur geringere Vorteile der traumafokussierten Verfahren festzustellen, welche allerdings mit einer Einschränkung der Auswertung a) auf die methodisch am besten zu bewertenden Vergleichsstudien, mit b) einer Behandlung im Einzelsetting und c) bei einer „observed cases“-Auswertung sehr viel deutlicher werden. Hier liegen bei den mit gegenwartsfokussierten Methoden Behandelten nach der Behandlung noch bei 37,2 (post) und 33,1 (FU) Prozent PTBS-Diagnosen vor, bei den nach traumafokussierten Methoden hingegen nur bei 24,3 (post) beziehungsweise 20,3 (FU) Prozent der vollständig Behandelten. Eine aktuell durchgeführte Recherche über Publikationen des Jahres 2025 zeigt keinerlei Ergebnisse, welche die allgemein gegebenen Vorteile der traumafokussierten Methoden bei Traumafolgestörungen in Frage stellen. Angesichts der nach wie vor nicht überall ausreichenden psychotraumatologischen Versorgung behalten damit auch evidenzbasierte traumafokussierte Selbsthilfeverfahren ihre Aktualität.

 

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